Kreislauf­­­wirtschaft & Ressourcen­management

Die Kreislaufwirtschaft ist ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das die planetaren Grenzen berücksichtigt und unsere lineare Wirtschaft zu einem zirkulären und regenerativen System weiterentwickelt.

Gehen Sie voran und gestalten Sie mit uns die Wirtschaft der Zukunft

Die Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein Problemlöser für ökologische Belange. Ein sinnvolles Ressourcenmanagement verbessert auch Ihre ökonomische Performance und reduziert Ihre Kosten.

Was ist die Kreislaufwirtschaft?

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Wirtschaftsmodell, das im Gegensatz zur Linearwirtschaft steht. Linear bedeutet, dass die Verarbeitung von Materialien und die Herstellung von Produkten in erster Linie zu einem hohen Abfallaufkommen und Ressourcendruck führen. In der Kreislaufwirtschaft werden Abfälle und Umweltverschmutzung so weit wie möglich vermieden, indem Produkte und Materialien mit hohem wirtschaftlichem Wert möglichst lange in Gebrauch bleiben. Die Rückgewinnung von Materialien zum Ende der Lebensdauer eines Produkts verringert die Nachfrage nach neuen Ressourcen. Für die zirkuläre Wirtschaft ist außerdem ein umweltfreundliches Produktdesign von großer Bedeutung.

Warum ist die Kreislaufwirtschaft für Unternehmen wichtig?

Die Kreislaufwirtschaft ist für Unternehmen wichtig und schon längst kein Nice-to-Have mehr. Als eine der Säulen des EU Green Deals und durch den EU Circular Economy Action Plan spielt die Kreislaufwirtschaft eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung und Erreichung der Klimaneutralität bis 2050. Außerdem trägt eine zirkuläre Wirtschaft zur Verringerung der Umweltverschmutzung und Abhängigkeiten in der Beschaffung bei. Der „Aktionsplan Kreislaufwirtschaft“ der EU rückt den gesamten Lebenszyklus von Produkten in den Fokus. Er beinhaltet spezifische Anforderungen und regulatorische Änderungen, die viele Sektoren und Produkte betreffen. Dazu zählen Elektronik und IKT, Batterien und Fahrzeuge, Verpackungen, Kunststoffe, Textilien, Bau und Gebäude sowie Lebensmittel.

Diese Branchen sind für Umweltprobleme am Ende des Produktlebenszyklus besonders anfällig. Vor diesem Hintergrund sind Unternehmen nun dazu aufgefordert, Aspekte der Kreislaufwirtschaft in ihre Geschäfts- und Nachhaltigkeitsstrategien zu integrieren und sich auf die steigenden gesetzlichen Anforderungen vorzubereiten. Das umfasst auch Maßnahmen und Fahrpläne für die Kreislaufwirtschaft. Unternehmen sollten dies aber nicht als reine Pflicht betrachten. Denn Zirkularität bringt wirtschaftliche und unternehmerische Vorteile mit sich und trägt gleichzeitig zur Regeneration natürlicher Systeme bei.

Vorteile der Kreislaufwirtschaft

businesses profit from the Circular economy in three ways
economic business benefits of the Circular Economy

Die Kreislaufwirtschaft ist auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene von Vorteil:

Wirtschaftlich:

Umwelt:

Soziales:

Unsere Services zum Thema Kreislaufwirtschaft

Unser EY denkstatt-Team verfügt über eine langjährige Erfahrung in den Themen Strategieentwicklung, Wissenstransfer, Assessment und Analysen. All das hilft Ihrem Unternehmen, das Konzept der Kreislaufwirtschaft für sich umzusetzen. Wir unterstützen Sie bei der Entwicklung und Implementierung einer eigenen Strategie zur Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam erarbeiten wir eine Roadmap, die mit Ihren langfristigen Zielen und bestehenden Strategien im Unternehmen übereinstimmt. Klare Ziele und Verantwortlichkeiten unterstützen diesen Prozess.

Darüber hinaus konzentrieren wir uns mit den folgenden Services auf Ihre Bedürfnisse in diesem Transformationsprozess:

Kreislaufwirtschaft Workshops

Identifizieren Sie Ihre Möglichkeiten und erhalten Sie und andere betroffene Abteilungen ein Grundlagenwissen zum Konzept. Außerdem entwickeln Sie ein erstes Gefühl dafür, wie Sie die Kreislaufwirtschaft im Unternehmen umsetzen können.

Circular Economy Training

Stellen Sie das Konzept im Rahmen eines 1-Tages Workshops in Ihrem Unternehmen vor, um ein gemeinsames Verständnis zu schaffen, das Bewusstsein zu schärfen und sich auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.

Kosten-Nutzen-Analyse

Treffen Sie faktenbasierte Entscheidungen mit einer Machbarkeitsprüfung Ihrer Kreislaufideen im Hinblick auf ökologische und wirtschaftliche Kosten bzw. Nutzen.

Materialflussanalyse

Entdecken Sie die Hotspots in Ihren Materialflüssen und optimieren Sie den Einsatz von Ressourcen mit Hilfe klarer Ergebnisse – ideal für komplexe Sachverhalte.

Folgenabschätzung von Rechtsvorschriften

Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Entscheidungen treffen. Dafür ist es wichtig, die Auswirkungen rechtlicher Entwicklungen auf Ihr Unternehmen und Ihre Produkte abschätzen zu können.

Ökodesign

Erhöhen Sie durch Ökodesign die Umweltfreundlichkeit Ihrer Produkte oder Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Kreislauffähige Verpackungen

Legen Sie Guidelines fest, wählen Sie das richtige Material und arbeiten Sie mit wichtigen Stakeholdern zusammen, um die Kreislauffähigkeit Ihrer Verpackungen zu erhöhen.

Abfallwirtschaft

Mit unseren Schulungen und Workshops reduzieren Sie Abfälle, optimieren Kosten und gewinnen Ihre Mitarbeitenden dafür, zum Umweltnutzen beizutragen.

Wir unterstützen Sie

bei der Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Strategie zur Kreislaufwirtschaft.

FAQ

Häufige Fragen zur Kreislaufwirtschaft

The Circular Economy ist der englische Begriff für Kreislaufwirtschaft. Dabei handelt es sich um ein Konzept für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem, das seine steigende Bekanntheit unter anderem der Ellen MacArthur Foundation verdankt. Die Kreislaufwirtschaft folgt klaren Prinzipien, wie der Vermeidung von Abfall und Verschmutzung, der möglichst langen Nutzung von Produkten und Materialien mit hohem wirtschaftlichem Wert und der Regeneration natürlicher Systeme.

Die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft zeigen sich z. B. in Geschäftsmodellen und Prozessen, die den Wert von Ressourcen und ihre Nutzungsdauer maximieren. Dazu gehören auch Maßnahmen, die zur Ressourceneffizienz beitragen oder die ein nachhaltiges Produktdesign unter Berücksichtigung von Langlebigkeit und wiederverwertbaren Materialien fördern. Hinzu kommt ein durchdachtes Abfallwirtschaftskonzept oder die Durchführung von Lebenszyklusanalysen für Ihre Produkte und Dienstleistungen.

Recycling ist ein wichtiger Aspekt der Kreislaufwirtschaft, wobei das Konzept weit darüber hinausgeht. Durch die Innovation von Geschäftsmodellen wird ein Prozess angestrebt, bei dem sich unsere lineare Wirtschaft in ein zirkuläres und nachhaltiges Wirtschaftssystem weiterentwickelt. Ansätze zur Wiederverwendung, Reparatur und Recycling spielen in der Kreislaufwirtschaft jedoch eine entscheidende Rolle.

Eine Materialflussanalyse – kurz MFA – erfasst, quantifiziert und zeigt das Zusammenspiel von Materialflüssen und deren Veränderungen durch Prozesse auf. Sie liefert klare Ergebnisse für komplexe Fragestellungen auf Länder-, Regionen-, Konzern- oder Unternehmensebene. Sie ist ein wichtiges Instrument, um den Einsatz von Ressourcen zu optimieren oder nachhaltige Maßnahmen in der Abfallwirtschaft zu ergreifen. Durch die Sachbilanz stellt die MFA einen Ausgangspunkt für ein Life Cycle Assessment dar, aber auch zur Ermittlung des Product Carbon Footprints (PCF) oder für die Erstellung einer Environmental Product Declaration (EPD).

Um das Abfallmanagement eines Unternehmens zu optimieren, müssen zunächst die bestehenden Lösungen und die Durchführung in der Praxis beurteilt werden. Anschließend kann eine optimierte Lösung entwickelt werden, die Potenziale zur Kostenoptimierung, die Akzeptanz der Mitarbeitenden oder Anwohner*innen und den Umweltnutzen berücksichtigt. Dabei ist es wichtig, das gesamte Bild zu berücksichtigen. Unsere Services zum Abfallmanagement helfen Ihnen, die richtige Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.

Herausforderungen entstehen in verschiedenen Bereichen:

Politische Regulierung:

  • Ein Rahmenwerk für mehr Klarheit, Harmonisierung und Förderung der Kreislaufwirtschaft ist erforderlich.
  • Mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Akteuren der Kreislaufwirtschaft (Unternehmen, akademische Einrichtungen, NGOs usw.), die von regulatorischer Seite gefördert werden könnte.
  • Der Gesetzgeber muss eine ganzheitliche Perspektive einnehmen, die eine Umgestaltung des Wirtschaftssystems ermöglicht, anstatt sich nur auf Maßnahmen am Ende des Lebenszyklus wie eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung zu konzentrieren.

Sensibilisierung und Verhalten:

  • Verbraucherverhalten und Lebensstilentscheidungen sind überwiegend von linearem Denken geprägt. Eine Änderung des Verhaltens und der Präferenzen ist erforderlich.
  • In vielen Fällen werden die Chancen und Risiken der Kreislaufwirtschaft in den Unternehmensstrategien und -entscheidungen nur bedingt berücksichtigt, da das Thema nicht ausreichend angekommen ist.

Technologie und Fachwissen:

  • Das interne Fachwissen über die Kreislaufwirtschaft ist oft unzureichend und die Vorteile von Kreislaufmaßnahmen werden unterschätzt.
  • Es sind Investitionen in die Technologieentwicklung, Forschung und Datenerhebung erforderlich.
  • Die Aufklärung zum Thema Kreislaufwirtschaft sowie die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch müssen verstärkt werden.

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