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2020-07-02T14:47:57+00:0002.Juli 2020|

Österreich:

Nicht-Handeln kostet Österreich 15 Milliarden Euro jährlich

Eine Studie des Wegener Centers für Klima und Globalen Wandel im Auftrag des Klima- und Energiefonds zeigt die Kosten des Nicht-Handelns im Klimaschutz für Österreich. Bereits jetzt würden Österreich jährlich 15 Milliarden Euro entgehen, bis 2050 wird ein Anwachsen auf 20 Milliarden Euro prognostiziert. Durch fossile Importe entstehen Wertschöpfungsverluste in Höhe von rund 8 Mrd. Euro jährlich, umweltschädliche Förderungen kosten rund 4 Mrd. Euro, für Klimawandelanpassung wird rund 1 Mrd. Euro jährlich ausgegeben, und wetter- und klimabedingte Schäden liegen aktuell bei zumindest 2 Mrd. Euro. Letztere werden um 2030 im Bereich von zumindest 3 Mrd. bis 6 Mrd. Euro erwartet, um 2050 im Bereich von zumindest rund 6 Mrd. bis 12 Mrd. Euro – jeweils im Jahresschnitt.

Das „Nicht-Handeln“ in der Klimapolitik verursacht Mehrausgaben zur Behebung von klimawandelbedingten Schäden sowie Ausgaben für Klimawandelanpassung (inklusive österreichischer Finanzierungsbeiträge auf globaler Ebene), Ausgaben im Falle einer Nichterfüllung der österreichischen Ziele in der EU-Klima- und Energiepolitik sowie Kosten von klimaschädlichen Unterstützungsmaßnahmen, v. a. in den Bereichen Energie und Verkehr.

Heute fallen Ausgaben für Klimawandelanpassung von rund 1 Mrd. Euro jährlich an, diese werden sich bis 2030 auf mehr als 1,5 Mrd. Euro und bis 2050 auf mehr als 2 Mrd. Euro pro Jahr erhöhen. Zusätzlich trägt Österreich etwas mehr als 200 Mio. Euro jährlich zur Finanzierung von Klimaschutz und Anpassung in Entwicklungsländern bei, mit einer potenziellen Verdoppelung bis 2030 und Vervierfachung bis 2050.

Für die Kosten aus einer möglichen Nichterfüllung der EU-Klimapolitik liegen derzeit Schätzungen in großer Bandbreite vor und werden daher von der Studie nicht konkretisiert. Klimaschädliche Unterstützungsmaßnahmen in den Bereichen Energie und Verkehr belasten derzeit das öffentliche Budget mit bis zu 4,4 Mrd. Euro pro Jahr. In Summe ergeben sich durch das Nicht-Handeln bereits heute Kosten für das öffentliche Budget von einigen Milliarden Euro pro Jahr und diese Kosten dürften sich bis 2050 zumindest im Bereich Klimawandelfolgen und Anpassung deutlich erhöhen.

@ https://www.bmk.gv.at/dam/jcr:9733f24a-ccec-461d-ae54-ca4c79c17ec8/Innovationschance_Coronakrise.pdf

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. Falls sie Fragen haben, anderer Meinung sind oder einfach so mit uns reden wollen, kontaktieren Sie uns im Office oder Frau Dr. Kapfer direkt.

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