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2020-05-05T13:26:27+02:0005.Mai 2020|

Österreich:

Stabilisierung von Stromnetzen mit Strom von zu Hause

Mit Fortschreiten der Energiewende nimmt der Anteil schwankender Erzeugung aus Wind- und Photovoltaikanlagen zu, während fossile Kraftwerke wegfallen, die das Stromnetz stabil halten. Um die Netzstabilität zu unterstützen, sollen zukünftig auch die flexiblen Kapazitäten von kleinen dezentralen Erzeugern, Speichern und Verbrauchern wie Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und Heimspeichern genutzt werden.

Mit TenneT (Deutschland und Niederlande), Swissgrid (Schweiz) und Terna (Italien) entwickeln nun einige europäischen Übertragungsnetzbetreiber gemeinsam eine länderübergreifende Blockchain-basierte Datenplattform. Dies soll es Haushalten und Besitzern von Elektrofahrzeugen in Europa erleichtern, aktiv die flexible Kapazität ihrer Anlagen an den Energiemärkten für die Stabilisierung des Stromnetzes anzubieten und damit Geld zu verdienen.

Solche Systemdienstleistungen, mit denen Erzeugungsschwankungen ausgeglichen werden, wurden bislang von Kraftwerksbetreibern erbracht. Ein kleiner Markt mit schönen Verdienstmöglichkeiten. 1,8 Milliarden Euro haben die Netzbetreiber nach Angaben der Bundesnetzagentur allein 2018 für Systemdienstleistungen ausgegeben. Die Kosten werden über die Netzentgelte auf alle Stromverbraucher umgelegt. Jetzt wollen die Netzbetreiber mit „Equigy“ den Markt aufmischen – und Hunderttausende, in einigen Jahren vielleicht sogar Millionen, können mitmachen. Damit das funktioniert, brauchen sie finanzielle Anreize für Stromverbraucher, die dem Stromnetz Flexibilität zur Verfügung stellen. Nur dann werden Verbraucher überhaupt ein Interesse daran haben, die Flexibilitätspotenziale ihrer Heimspeicher und Elektroautos aktiv zu nutzen.

@ https://www.tennet.eu/de/news/news/equigy-plattform-ebnet-europaeischen-verbrauchern-den-weg-in-den-gruenen-strommarkt-von-morgen/

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