Success Storys 2018-05-23T14:59:17+00:00

METRO AG

Gemeinsam mit der METRO AG verglich denkstatt die externen Effekte – die versteckten Kosten und Vorteile – des neuen Geschäftsmodells „Food Service Distribution (FSD)“ mit dem traditionellen Modell der „Cash & Carry Märkte“. Ziel war es, die Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu identifizieren und in weiterer Folge zu monetarisieren.

Gewählt wurde dabei der Ansatz der Nachhaltigkeitsbilanzierung. In Anlehnung an das „Natural und Social Capital Protokoll“ werden die verschiedenen Auswirkungen bestimmt und die passenden Finanzkennzahlen ermittelt. Dieser Ansatz ermöglicht es, die ökologischen und sozialen Auswirkungen der verschiedenen Modelle zu monetarisieren und damit in das finanzielle Gesamtbild des Unternehmens zu integrieren.

Im Zuge des Projektes kam es zu folgenden Ergebnissen:
Im Vergleich zum traditionellen Cash & Carry Modell bringt das neue Modell FSD zusätzliche positive Auswirkungen für Kund/inn/en, Gesellschaft und Umwelt mit sich. Diese Auswirkungen entsprechen umgerechnet ca. 68€ pro 1.000€ Umsatz. Damit war klar, dass das METRO-Geschäftsmodell durch den Ausbau von FSD profitieren kann.

Die Ergebnisse des Projektes wurden von METRO im Rahmen des Dow Jones Sustainability Index (DJSI) verwendet. Gemeinsam mit der denkstatt wurde auch ein White Paper zum Thema „Impact Measurement“ erstellt und veröffentlicht. METRO wurde damit 2017 zum dritten Mal in Folge der DJSI-Branchenführer für Lebensmittel- und Grundbedarfsartikel.

Zu erwähnen ist noch, dass dieses Projekt das einzige „Impact Measurement“-Projekt in der Branche war, welches von RobecoSAM (Investmentspezialist im Bereich Nachhaltigkeit) akzeptiert wurde. Wir gratulieren.

Land: Bulgarien
Branche: Lebensmittelindustrie

Kundenfeedback

„Ich möchte noch einmal Danke sagen für die Unterstützung bei unserem Projekt sowie bei der Erstellung unseres „White Papers“. Unsere Arbeit hat dabei nicht nur zu einem großen Erfolg geführt, sondern auch einen wesentlichen Teil zu unserem hervorragenden Ergebnis beim Dow Jones Sustainability Index 2017 beigetragen!“

Michael Goebbels,
Director of Corporate Responsibility Strategy & Reporting


E.ON Ungarn

Als E.ON an denkstatt herantrat, war das Unternehmen auf der Suche nach einer Software, die Umweltaufgaben und -prozesse vereinfacht. Die Software sollte möglichst einfach zu bedienen sein, automatisiert alle Aufzeichnungen erstellen und die Vorbereitung für Analysen mit einigen wenigen Mausklicks durchführbar sein.
Aufgrund der großen Vielfalt der Umweltdaten wurde ein Software-Paket benötigt, welches fast alle Bereiche der Umweltfragen (Abfallwirtschaft, Gewässerschutz, Luftschutz und Grundwasser) abdeckt und zusätzlich eine Schnittstelle zum Umweltmanagementsystem schafft, um dieses zu unterstützen. In einem Auswahlverfahren wurden mehrere Produkte analysiert, bis die Wahl auf das E-Tool der denkstatt Ungarn fiel.

E.ON Hungária und ihre Tochtergesellschaft sind in den meisten Teilen Ungarns tätig. Dabei haben sie 19 große Standorte und viel kleine. Vor der Einführung der Software galt es, alle relevanten Umweltdaten zu erfassen und eine Vielzahl an Datendiensten auszuführen. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Multi-Stakeholder-Prozesse. Um die Aufgaben des Umweltpersonals zu vereinfachen, wurde ein System benötigt, das die unterschiedlichsten Situationen bewältigen kann.
Die Einführung der E-Toolbox-Software wurde in mehreren Phasen durchgeführt. In einem ersten Schritt wurden die Anwendungsdaten der Vorjahre implementiert. Aus diesen wurde in Folge eine Datenbank erstellt. Die dafür benötigten Daten wurden von der Abteilung für Umwelt zur Verfügung gestellt und von denkstatt ins System eingepflegt. Nach der erfolgreichen Entwicklung der Datenbank wurde das erste Detail-Modul „Abfallwirtschaft“ entwickelt und ausgewählten Mitarbeiter/inne/n zugänglich gemacht. Aktuell sind weitere Module der Software geplant.

Land: Ungarn
Branche: IT 


LeadSUS – Leadership in Nachhaltigkeit

„Führung und Lernen sind füreinander unverzichtbar.“ (John F. Kennedy)

Ziel dieses Projektes war es, Wissen rund um den Begriff „Nachhaltigkeits-Leadership“ für Unternehmen auf europäischer Ebene zugänglich zu machen. Dabei ging es im Wesentlichen um die Weitergabe und Integration bestehenden Wissens.
Die Aufgabe von LeadSUS bestand darin, Führungskräfte und Mitarbeiter/innen dabei zu unterstützen, die strategischen Auswirkungen von Nachhaltigkeit durch innovative und kreative Ansätze zu verstehen. Die Schulung förderte das Führungsverständnis, strategische Geschäftsansätze, Enthusiasmus, Innovation und die Berücksichtigung von Umwelt- und sozialen Aspekten als Schlüsselfaktoren für eine nachhaltige Entwicklung. Zielgruppe des Projekts waren Führungskräfte und Mitarbeiter/innen, Vertreter/innen privater Organisationen und öffentlicher Organisationen mit Verantwortlichkeiten in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensentwicklung sowie Master-Student/inn/en.
Währed der Projektlaufzeit entwickelten die neuen Nachhaltigkeitsmanager/innen neue Kompetenzen und Fähigkeiten zu den folgenden Themen:

  • Nachhaltigkeitsmanagement
  • wirtschaftliche Nachhaltigkeit
  • umweltbezogene Nachhaltigkeit
  • soziale Nachhaltigkeit
  • Produktnachhaltigkeit

Alle Teilnehmer/innen hatten die Möglichkeit, ihre neu erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu zertifizieren. Im Rahmen des ECQA (European Certification and Qualification Association) konnten Zertifikate in zwei unterschiedlichen Leistungsstufen (Anfänger und Experten) erlangt werden. Die Trainingsplattform ist mit der ECQA-Organisation verbunden und kann über folgenden Link erreicht werden: http://leadsus.bicero.com/trainings/online-training.

LeadSUS wurde als Teil des Leonardo-da-Vinci-Programms von der EU gegründet und in den Jahren 2013 bis 2015 umgesetzt. Das Projekt trug dazu bei, neue Perspektiven zu den verschiedensten Nachhaltigkeitsthemen zu schaffen sowie eine neue EU-zertifizierte Qualifikation innerhalb des ECQA-Gremiums einzuführen.

Insgesamt wurden über 200 Teilnehmer/innen aus ganz Europa mit der Unterstützung von 20 Trainer/innen in Rumänien, Frankreich und Slowenien geschult.

Land: Rumänien


MAM

Die denkstatt hat MAM, einen Hersteller von Babyartikeln, bei der Erstellung ihres Nachhaltigkeitsberichtes begleitet und beraten. Im Zuge der Definition der wichtigsten Themen im Bereich Nachhaltigkeit, die für MAM relevant sind, wurde auch – auf Kundenwunsch – der Carbon Footprint ihrer wichtigsten Produkte berechnet. Dabei wird die gesamte CO2-Entstehung entlang des Lebenszyklus des Produktes betrachtet und weiters eruiert, in welchen Phasen (Rohstoffgewinnung, Produktion, Transport, Nutzung oder Entsorgung) die größte Menge anfällt.
Im Zuge dieser Analyse bzw. durch die Detailbetrachtung eines einzelnen Produktes über dessen „Lebensdauer“ wurde erkannt, dass der größte Energieaufwand und damit CO2-Anfall im Zusammenhang mit den klassischen MAM-Produkten wie „Schnuller und Babyflaschen“ nicht in der Produktion oder im Transport liegt, wie ursprünglich gedacht, sondern in der Nutzungsphase. Es geht also gar nicht darum, wie aufwendig die Produkte produziert werden (natürlich auch, aber nicht vorrangig), sondern mehr darum, wie man diese nutzt. Der größte Verbrauch liegt damit beim Konsumenten und nicht beim Hersteller. Dies gilt natürlich nicht für jedes Produkt, aber in diesem Falle war es so. Speziell beim Erwärmen, Reinigen und Sterilisieren der MAM-Fläschchen fallen 98 Prozent des CO2-Ausstoßes an. (Mehr Details finden Sie hier.)
Auf Basis der Berechnungen (Datengrundlage) und den damit einhergehenden Erkenntnissen war es unserem Kunden MAM möglich, gezielt an einer Optimierung des Energieverbrauchs in der Nutzungsphase zu arbeiten.
So wurde anhand der erhobenen Daten der gesamte Lebenszyklus des Schnullers und des damit verbundenen Aufbewahrungsbehälters noch einmal durchleuchtet. Dabei wurde erkannt, dass der Behälter, den man ursprünglich für den sauberen Transport des Schnullers sowie zum Sterilisieren verwendete, einen wesentlichen Beitrag zur Energie- und CO2-Einsparung leistet. Füllt man den Behälter mit dem Schnuller mit etwas Wasser und stellt dies kurz in die Mikrowelle, können bis zu 77% Energie und CO2 eingespart werden.
Das Wissen und die nötigen Daten und Fakten konnte MAM somit nicht nur zur Entwicklung eines neuen Add-Ons, das wesentlich zur Effizienz des bestehenden Produktes beiträgt, nutzen, sondern auch in der Kommunikation mit den Konsument/inn/en. Für die Eltern steht ein CO2-Rechner zur Verfügung, mit dem sie ihre Energie- und CO2-Ersparnis berechnen können (MAM CO2-Rechner). Mit Hilfe konkreter Zahlen konnte klar belegt werden, dass nicht die Produktion selber, sondern die Gebrauchsphase energieintensiv ist. MAM hat damit aufgezeigt, wo der größte Impact eigentlich verortet ist, und gleichzeitig die Chance genutzt, eine Lösung zu entwickeln und anzubieten.
Nachdem die Hauptzielgruppe von MAM junge Eltern sind, kam es durch diese Aktion sowie die verstärkte Transparenz zu einem enormen Vertrauens- und damit Imagegewinn der Marke.

Land: Österreich
Branche: Produzierende Industrie


LIGNO

Mit der Entwicklung von Strategien zur vollständigen stofflichen Nutzung verholzter Biomasse beschäftigen sich die Projekte LIGNO I und II, die von der Universität für Bodenkultur Wien, der denkstatt GmbH und dem Technologie- und Dienstleistungszentrum Ennstal durchgeführt werden. Es werden die kaskadische Nutzung von holzartiger Biomasse in den Bereichen Chemie, Holzforschung und Biotechnologie erforscht und Konzepte für die Entwicklung neuer Werkstoffe auf Biomasse-Basis ausgearbeitet.

Die BOKU-Departments für Biotechnologie und Chemie sowie das BOKU-Institut für Holzforschung entwickeln chemische, physikalische und mikrobielle Methoden, um je nach Rohstoff verschiedene Stoffströme zu erhalten, an deren Endpunkten ausschließlich wirtschaftlich verwertbare Produkte stehen. Mögliche Produkte sind z. B. Milchsäure für die Herstellung von Biokunststoff, humusartiger Dünger zur Bodenverbesserung oder
hochwertige Nanozellulose-Fasern. Die Stoffströme werden in Prozessbeschreibungen und einem Businessmodell abgebildet,
um die identifizierten Verfahren einer wirtschaftlichen Verwertung zuzuführen. Wirtschaftlichkeitsberechnungen sowie ökologische
Bewertungen werden im Rahmen der Projekte von der denkstatt GmbH durchgeführt.

Neue Methoden für Werkstoffe auf Biomasse-Basis:
In LIGNO I beschäftigten sich die ForscherInnen mit der Auswahl und dem Aufschluss geeigneter Rohstoffe und entwickelten neue Methoden für die enzymatische Hydrolyse der Biomasse, die Abtrennung von Lignin, die mikrobielle Fermentation sowie die Fasergewinnung. Mit den gewonnenen Ligninen konnten eine Reihe von interessanten Produkten hergestellt werden, die Anknüpfungspunkte für erfolgversprechende anwendungsorientierte Folgeprojekte ergeben. Wichtige neue Erkenntnisse wurden im Bereich der Fermentation generiert. Mit der eingesetzten Hefe „Candida lignohabitans“ konnten verschiedene Zucker und Lignocellulosehydrolysate verwertet und zu Milchsäure und Itaconsäure umgesetzt werden. Dies schafft eine interessante Möglichkeit für die biotechnologische Aufwertung von lignocellulose-basierten erneuerbaren Rohstoffen.

Innovative Produktentwicklungen:
Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden in LIGNO II der chemische und der biotechnologische Pfad weiterentwickelt, um die Voraussetzungen für die Markteinführung der neuen Werkstoffe zu schaffen. Als Projektpartner sind hier die Österreichischen Bundesforste, BASF und die FERMTECH GmbH beteiligt.

Im Fokus steht die modulare Verwertung der lignocellulosischen Biomasse und die Herstellung verschiedener Produkte, die bisher nur petrochemisch erzeugt werden konnten. So können z. B. reine lignin-basierte, formstabile Aerogele hergestellt werden, die bisher nicht am Markt erhältlich sind. Aerogele sind ultraleichte, offenporige Materialien, die zunehmend in vielen Bereichen der Technik Anwendung finden, u.a.:

  • als thermische und akkustische Hochleistungsisolation
  • als Trägermaterial für Katalysatoren, Filtersysteme
  • als Elektrodenmaterial für elektrochemische Anwendungen

Eine weitere interessante Chemikalie ist die Itaconsäure, die wie Milchsäure ein Vorläufer für Polymere ist und bisher nur unter sehr spezialisierten Bedingungen hergestellt werden kann. Itaconsäure ist der Maleinsäure ähnlich, die als Ausgangssubstanz zur Herstellung von Acrylaten und Harzen dient. Sowohl die Itaconsäure selbst als auch ihre Derivate können wiederum als weitere „Building Blocks“ in der chemischen Synthese Anwendung finden. So kann z. B. aus Itaconsäure durch Decarboxylierung und anschließender Veresterung Methyl Methacrylat hergestellt und weiter zu Plexiglas verarbeitet werden.

Land: Österreich
Branche: Wissenschaft

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