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2020-09-18T11:22:11+00:0018.September 2020|

Österreich:

Windräder haben Mitschuld am Insektensterben

Lange Zeit dachte man, Windparks und Insekten würden sich nicht in die Quere kommen. Die Annahme, Fluginsekten bewegten sich fast ausschließlich außerhalb des Bereichs der meisten Windrotoren, ist nach den Erkenntnissen der Forscher ebenso wenig zutreffend wie die Vermutung, dass Insekten nicht bei hohen Windgeschwindigkeiten fliegen.

Fluginsekten nutzen zur Migration starken Wind in bis zu 2.000 m Höhe. Zudem sind Effizienzverluste von Windkraftanlagen von bis zu 50 % eine direkte Folge verschmutzter Rotorblätter durch die Überreste von Fluginsekten. Ursache ist offenbar, dass ausgewachsene und flugfähige Insekten kurz vor der Eiablage in großen Schwärmen hohe und schnelle Luftströmungen aufsuchen. Die Insekten tun dies, um sich vom Wind zu oftmals weit entfernten Brutplätzen tragen zu lassen.

Die Flugwege die die Insekten dabei nutzen – das sind Ameisen, Wespen, Heuschrecken, Zikaden, Schmetterlinge und Käfer – werden seit etwa 30 Jahren in zunehmendem Umfang von großen Windkraftanlagen gesäumt. Deren Rotorblätter durchschneiden die Luft mit hohen Spitzengeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern. Eine Modellanalyse beziffert die derzeit in Deutschland potenziell gefährdeten Insektenmengen auf etwa 24.000 t pro Jahr. Beim Durchqueren der Rotoren entstehenden Verluste mit mindestens 1.200 t pro Jahr bzw. von 5 bis 6 Mrd. Insekten pro Tag – während der warmen Jahreszeit.

@ https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/windraeder-haben-mitschuld-insektensterben-552452?utm_campaign=share-link&utm_source=agrarheute&utm_medium=email; Studie: https://www.agrarheute.com/media/2019-03/et_1810_10_3_trieb_bcdr_51-55_ohne.pdf

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